2008/10/23

Pardon

Jajaja, ihr habt ja recht: Langweilig! Nichts los in Cambine, oder was?
Richtig ist: wir haben in den vergangenen Tagen und Wochen unseren neuen Blog sträflich vernachlässigt.
Nicht zutreffend ist dagegen die Vermutung, es sei nichts los gewesen.
Im Gegenteil, es war zuviel, um abends dann gleich noch darüber zu schreiben.
Doch genug der Vorrede.
Was gibt’s Neues?

Wir hatten liebe Gäste

Seit vielen Jahren existiert eine enge Partnerschaft zwischen der lutherischen und der EmK-Gemeinde Lage/Westfalen und der Mission in Cambine. Helmut Behnisch und Andreas Stemberg waren schon öfters hier und haben an vielen Stellen im Dorf ihre Spuren hinterlassen.

Ihre Spezialität sind Solar-anlagen und allerlei andere technische Erleichterung für das Leben hier auf dem Dorf. Im Sommer 2009 soll ein Arbeitseinsatz einer Gruppe aus Lage stattfinden. Um ihn vorzubereiten, waren sie einmal mehr in Cambine.



Ihnen angeschlossen hatten sich Uwe Hanis, Geschäftsführer und Schatzmeister der EmK-Weltmission und Hanna Schmuck, eine Schülerin aus Lage. Uwe Hanis hatte u.a. den dienstlichen Auftrag, einen Kontaktbesuch bei den „Neuen“ in Cambine zu unternehmen. Um es gleich zu sagen, dabei ist es nicht geblieben.


Dienstliches Gespräch im Kindergarten Chicuque


Direktor Jeremias Franca führt uns durch das Landkrankenhaus Chicuque.

Es war eine schöne gemeinsame Zeit, in der wir einander als Freunde kennen- und schätzen gelernt haben. Und als alle dienstlichen Sachen erledigt waren, verbrachten wir noch zwei Tage gemeinsam in einer Lodge am Strand. Ja, das Leben kann schön sein.

Ohne Kommentar.

Cambine hat auch unliebsame Besucher...

Leider ist das Leben aber nicht immer schön. In Cambine spüren wir es seit geraumer Zeit u.a. daran, dass viel gestohlen wird. Offenbar mehr als einmal gab es Versuche, in unsere Garage einzudringen. Aus der Bibliothek des Theologischen Seminars wurden Wörterbücher gestohlen. Einem Kollegen wurde als er dienstlich unterwegs war, das gesamte Haus ausgeräumt. Solarpaneelen wurden reihenweise von den Dächern geholt, u.a. auch bei uns. Nun sind wir dabei, einen Nachtwächterdienst zu organisieren und die Sicherheit unseres Hauses zu erhöhen. Das ist wahrlich keine schöne Entwicklung, aber was soll man machen?

2008/10/22

...und hohen Besuch.


Letzte Woche gab es gleich dreimal hohen Besuch zu begrüßen. Zuerst kam die neue Bischöfin. Am 1. September hat sie ihr Amt angetreten und seitdem ist sie nur noch selten zu Hause. Antrittsbesuche hier und dort, nun auch in Cambine. Schüler und Studenten bekamen frei, um sie angemessen begrüßen zu können.


Für mich war es ein sehr eigenartiges Gefühl, als ich die jugendlichen Massen aus den Schulen auf mich zukommen sah. Naja, der organisierte Jubel zu sozialistischen Zeiten, kam mir schon in Erinnerung. Das muss ich gestehen.


Aber zum Glück war die Atmosphäre dann doch ziemlich anders. Man hatte den Eindruck, dass sich viele doch ehrlich freuten, dass die Bischöfin kam. Bestimmt war bei manchen auch ein wenig Stolz dabei. Immerhin ist sie die erste afrikanische Frau in diesem Amt.

Wenige Tage später kam der Gouverneur auf einen Sprung vorbei.


Der mit dem Basecap und der dunklen Sonnenbrille ist's. Wer sonst?

Im Waisenhaus die neue Wasserversorgungsanlage einweihen, dann in der Schule die Jugend begeistern und schließlich am feierlich gedeckten Tisch mit den Waisenkindern speisen. Wieder hatten die Schüler unterrichtsfrei.


Dafür drückten die alten FRELIMO-Kämpfer die Schulbank. (Oder war es eher umgedreht und die Bänke drückten die Kämpfer?)

Während die Bischöfin völlig ohne Begleitschutz nur mit Chauffeur unterwegs war, hatte der Gouvernador zahlreiche und ziemlich gefährlich dreinschauende Begleiter mit.