Man sagte uns, dass vor Jahren der Zirkus Renz im Dorf regelmäßig sein Winterquartier bezog. Die Bauern versorgten die Tiere mit Futter und zum Dank für dieses Entgegenkommen, pflügten die Zirkusleute vor ihrer Abreise im Frühjahr mit ihren Elefanten die Äcker des Dorfes.
2012/07/09
Elefanten
Man sagte uns, dass vor Jahren der Zirkus Renz im Dorf regelmäßig sein Winterquartier bezog. Die Bauern versorgten die Tiere mit Futter und zum Dank für dieses Entgegenkommen, pflügten die Zirkusleute vor ihrer Abreise im Frühjahr mit ihren Elefanten die Äcker des Dorfes.
2012/06/25
Wieder in Cambine
Was uns sonst so auffiel...
Auf unserer Tour durch Deutschland haben wir natürlich öfters auch die ehemals innerdeutsche Grenze überquert. Es ist schon seltsam, doch auch über 20 Jahre nach dem Fall dieser Grenze ist es für uns immer noch etwas Besonderes, hier zu stehen und zu sehen, wie selbstverständlich der Verkehr hinüber und herüber fließt.
Wie in jedem Jahr lief auch im vergangenen in den Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland die Aktion "Kinder helfen Kindern". Sie erbrachte eine Summe von 140 Tausend Euro zugunsten der anstehenden Renovations- und Umstrukturierungs-
arbeiten im Waisenhaus Cambine. Zugleich gibt es Autos, die kosten pro Stück genau so viel oder noch mehr. - Ist das nicht verrückt?
Doch Pusteblume: Wir waren mit dem "Silberpfeil" im Hintergrund unterwegs! (Nur um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen...)
Unterwegs in Deutschland
Lang, lang ist es her, dass hier im Blog was Neues geschrieben stand... Na, immerhin hatten wir uns abgemeldet. Sieben Wochen Reisedienst in Deutschland. Heute hier, morgen dort: insgesamt dreißig verschiedene Gruppen und Kreise, dazu Arzttermine und Behördengänge. Ein paar Tage bei den Eltern und als Stammfamilie ein Kurzurlaub im Altmühltal.
Bitte nehmt uns nicht übel, dass wir nicht alle treffen konnten, mit denen wir uns eine Begegnung gewünscht hätten. Das verordnete war einfach sehr voll. Vielleicht klappt es ja im September/Oktober. Da werden wir nochmal in Deutschland sein. (Ausnahmsweise wurde unser Reisedienst dieses Jahr zweigeteilt.) Den Reiseplan werden wir euch hier mitteilen, sobald er feststeht.
2012/04/08
Ostern in Cambine
Im Gottesdienst am Mittwoch nachmittag fand dieses Jahr eine Fußwaschung statt. Anschließend wurde der Film "Die Passion Christi" gezeigt. Am Donnerstag nachmittag 14 Uhr ist die Gemeinde zum Abendmahlsgottesdienst geladen. Am Karfreitag beginnt der Gottesdienst bereits eine Stunde früher. Traditionell ist das in Cambine kein ausgesprochen stiller Moment. An diesem Nachmittag wird das Passionsgeschehen nachgespielt. Und das geht natürlich nur lautstark und mit viel Bewegung.
(Ich selber hatte all die Tage mit einer starken Erkältung zu tun, vermutlich mit einer Mittelohrentzündung. Klar, es wird langsam Winter, statt 30ºC haben wir nur noch 25ºC. Da kann man sich schon mal erkälten...)
Kleider spenden für Afrika?
Wer in Mosambik mit offenen Augen durch die Straße geht, sieht immer wieder Kleidung, die aus Spenden stammen muss. Sehr beliebt: Event-Shirts von Radlertag in X oder vom Feuerwehrball in Y. Oder auch Saisonware: Weihnachtsmannmützen mit blinkenden Lämpchen oder T-Shirts mit Weihnachtsbaum oder Rudolf, dem Rentier. Auch begegnen einem mitunter ganze Sätze von deutschen Fußballdressen verteilt über eine Stadt oder Region. Die sind ganz sicher nicht durch ein Partnerschaftsprojekt hierher gekommen. Die kamen mit Sicherheit über die Altkleiderspende und wurden keineswegs ehrenamtlich weiter verteilt. Die wurden verkauft.
Wir haben für die Kinder im Waisenhaus auch schon solche Kleidung gekauft. Wenigstens ist sie vergleichsweise preiswert. „Das Kilo für 1,20 Dollar“ hieß der Artikel zum Thema, den ich neulich in der ZEIT fand. Das scheint mir sehr optimistisch gerechnet zu sein. Wir zahlen in Maputo beim Zwischenhändler fast viermal so viel: für den 25-Kilo-Ballen Jungshosen für das Alter 6-15 Jahre bei gutem Wechselkurs 3,80 € pro Kilo.
Schafft dieser Handel in den Zielländern einheimische Arbeitsplätze? In der Textilbranche sicher nicht. Und die Händler sind in Mosambik auch nicht Mosambikaner, sondern die Großfamilien aus Indien oder Pakistan, die ohnehin einen Großteil des Handels kontrollieren. Bleiben die einheimischen Träger, die die Ballen ins Auto transportieren. Die kriegen einen Zehner dafür. Aber das ist ja wohl nicht die Absicht derer, die mit ihrer Kleiderspende möglicherweise meinen, einem Armen dieser Welt einen Dienst zu erweisen.
Was also tun? Keine Kleider mehr in den Container? - Wem wäre damit geholfen? Niemandem. Es sei denn, man gibt die Kleider direkt in einer Kleiderkammer ab. Auf jeden Fall wird es gut sein, sich zu informieren, was mit den Spenden geschieht. Das liegt auch in der Verantwortung der regionalen Kreisverbände. Und da kann man z.B. anrufen
Wer mehr dazu lesen möchte, findet hier zwei Links:
Das Kilo für 1,20 Dollar– Artikel in der ZEIT
10 Fragen und Antworten des DRK zum Thema
2012/04/03
von wegen Schnappi!
Im Fernsehinterview erzählte er, was geschehen war: Er und sein Freund seien mit ihren Tieren zum Wasser gegangen. Weil es so warm war, sei er selber auch ins Wasser gegangen. Als er von hinten angerempelt wurde, meinte er, es sei sein Freund gewesen. Es war aber ein Krokodil... Gebissen wurde er am Rücken, an der Brust und an der Hand. Und doch ging alles glimpflich ab. Er hat überlebt und er hat keine Gliedmaßen verloren!
Zuschauer riefen an und boten dem Jungen Hilfe an. Was er denn jetzt am dringensten brauche, fragten viele. Um die Antwort war der 8-Jährige keinen Moment verlegen. Kleidung, sagte er, und dann möchte er studieren. Jetzt könne er das noch nicht. Weil sein Vater nicht mehr lebe, müsse er sich um die Tiere kümmern. Da bleibe keine Zeit für die Schule. Was er am dringendsten brauche, sei Zeit zum Lernen.


